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Autor Thema: Aktion bei Nichtannerkunng einer Arbeitsunfähigkeit durch SB  (Gelesen 7472 mal)
Adimin
Gast
« am: Oktober 04, 2008, 12:49:25 »

In letzter Zeit vermehrt sind bei den Argen seltsame Bestrebungen zu bemerken.
Schwerbehinderte und chronisch Kranke, welche mit Au krankgeschrieben sind, werden zu Terminen in die Arge bestellt oder mit Maßnahmen trotz AU drangsaliert.

Die Meinung der Argen ist hier, das eine AU zwar für die Arbeitsunfähigkeit eine Aussage trifft, aber man trotzdem an solchen Maßnahmen und Terminen teilzunehmen hat. Sollte das nicht möglich sein wird eine Extra Bescheinigung über die Bettlägerigkeit oder Gehunfähigkeit verlangt.
Dieses verursacht zusätzliche Kosten für den Hilfebdürftigen und ist eine unnütze Angelegenheit.
Viele Behinderte oder Chronisch Kranke lassen sich aber verwirren und gehen entweder zu solchen Terminen oder zahlen 10 € oder mehr für eine Bescheinigung.

Da auch mich so ein Schreiben ereilte und mir deshalb eine Kürzung ins Haus stand habe ich angefragt, auf welcher Grundlage so eine Meinung vertreten werde und wo das in den Hegas oder Dienstanweisungen stünde. Auch in der Wissensdatenbank hätte ich nichts gefunden.
Nun ja, die Kürzung ist vom Tisch und ich habe aber auch keine Hinweise bekommen, auf welcher Grundlage.

Nun habe ich bei einem Treffen mit einem Mitglied des Bundestages und des Sozialausschusses des Bundestages dieses zur Sprache gebracht. Man war entsetzt und bat um Fälle. Meinen eigenen Fall werde ich dort bekannt geben, kann aber gerne noch mehr gebrauchen. Je mehr solche Fälle ich habe, umso mehr kann ich dort etwas erreichen.

Ich bitte jeden Betroffenen, mich hierbei zu unterstützen und seinen Fall mir zuzusenden. Entweder per PN oder per Mail an meine Adresse. Ich werde die Fälle auch anonymisieren.
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Forumadmin
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hier bin ich nu und kann nicht anders


« Antworten #1 am: Oktober 04, 2008, 14:44:34 »

es sind nicht nur die Behinderten oder chronisch Kranke betroffen!

            teach  Es ist ein allgemeines Phänomen!

Ich höre mich mal hier um, auch hier gab es solche Fälle.
« Letzte Änderung: Oktober 04, 2008, 14:46:18 von Forumadmin » Gespeichert

Ich kann freilich nicht sagen ob es besser wird wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll. Georg Christoph Lichtenberg
Für Rechtschreibfehler ist meine Tastatur zuständig
Adimin
Gast
« Antworten #2 am: Oktober 04, 2008, 15:52:30 »

Das mag sein. Ich habe es eben in diesem Zusammenhang erfahren.
Interessant sind natürlich alle Fälle.
Es betrifft aber in dem Sinne ja hauptsäcjlich Menschen, die längerfristig erkrankt sind.

Natürlich sind auch kurzfristige AU´s betroffen und interessant.
Ich nehme dankbar alles entgegen. zwinker
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« Antworten #3 am: November 05, 2008, 12:53:46 »

Hallo ins Forum,

auch ich habe eine Aufforderung von meinem JobCenter bekommen, obwohl ich schon länger krankgeschrieben bin. Man begründete es, dass man unbedingt mit mir über meine Arbeitsunfähigkeit sprechen müssen. Heraus kam dabei, dass ich eine EGV unterschreiben musste und die restlichen Dinge hätten alle per Post erledigt werden können. Ich frage mich allerdings, welchen Sinn eine EGV hat, wenn man nicht Arbeiten kann.

Vorgeschichte ist, ich habe Rente wegen Erminderungsbekommen. Ohne Begutachtung bzw. ordentliche Begutachtung wurde mir meine Rente nach Widerspruch aberkannt. Die Kraft, den Klageweg zu beschreiteb hatte ich nicht. Ich habe mich dann wieder krankschreiben lassen müssen. Ich bin nur seit Mitte 2006 krankgeschrieben und seit November 2007 läuft der nächste Rentenantrag. Mittlerweile klage ich mit der Unterstützung des VDK. Es sei erwähnt, dass ich bei den heutigen Regelsätzen aus Hartz IV rausfallen würde.

Meine Zwangseinladung erhielt ich Frühjahr 2008. Solange hatte mich dass JobCenter in Ruhe gelassen. Den ersten Termin habe ich unter Hinweis auf die Gesetzeslage platzen lassen, worauf mir das Jobcenter mit Sanktionen drohte, wenn ich dem nächsten Termin nicht nachkomme. Dass ganze war so kurzfristig zum Monatsende, dass eine Klage vor dem Sozialgericht nichts gebracht hätte. Schließlich habe ich keine Rücklagen, um für meinen Lebensunterhalt zu sorgen und so bin ich dann notgedrungen der Aufforderungen zum zweiten Termin gefolgt, bei dem ich mich begleiten lies.

Immerhin wurde eine Untersuchung beim medizinischen Dienst der hiesigen Arbeitsagentur veranlasst, die bestätigte, dass ich nicht Arbeitsfähig bin. Das ist mittlerweile auch ein halbes Jahr her und der nächste Termin beim medizinischen Dienst steht ins Haus, da die dort erstellten Gutachten nur ein halbes Jahr Gültigkeit haben.

In nun zweieinhalb Jahren war ich zweimal beim JobCenter. Zur Antragstellung und bei der Zwangseinladung. Hätte mir die Rentenversicherung die Erwerbsminderungsrente weiter bewillgt, würde es mir vielleicht etwas besser gehen und vielleicht wäre ich in der Lage gewesen, nach etwas Besserung im Rahmen der Hinzuverdienstgrenzen einen kleinen Job zu suchen. So wird die Entrechtung durch ARGEn bzw. JobCenter eher zur zusätzlichen Belastung, wenn man sowieso krank ist.

Ein kleiner Tip von mir an den Admin mit seinen Kontakten: Dein Anliegen in dieser Sache würde ich in so vielen Foren wie möglich puplik machen. Es nur über dieses Forum zu versuchen, ähnlich gelagerte Fälle dem MdB aufzuzeigen, könnte schwer werden.
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Adimin
Gast
« Antworten #4 am: November 05, 2008, 13:20:11 »

Lieber Hartzkritik!
Erst einmal herzlich Willkommen bei uns im Forum. wellcomedog
Ich hoffe, das Du Dich auch bei uns ein wenig zuhause fühlen kannst. zwinki

Vielen Dank für Deinen Text. Den werde ich natürlich weitergeben. Wenn Du mir evtl. noch verraten könntest, woher Du kommst? Also so grobe Richtung, wegen Druck machen. Es sind ja nicht alle Argen betroffen.

Zu Deinem Rat:
Ich hoffe ja darauf, das diejenigen, die hier das Lesen und auch davon betroffen sind dieses weitergeben.
Ich melde mich nicht bei jedem Forum an. Da läuft irgendwann mal mein Mailfach über. pfeifen

Aber ich werde es wohl machen müssen. cry
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madame
Gast
« Antworten #5 am: November 05, 2008, 13:30:23 »

Hallo Hartzkritik,

auch von mir ein herzliches Willkommen  wellcomedog

Ich glaube wir kennen uns  zwinker


Adimin,

ich habe diesen Beitrag bei "Gegen Hartz" schon verlinkt, wo es um einen ähnlichen Fall ging. Ich werde aber jetzt ein extra Thread aufmachen und fragen, ob er fest gepinnt werden kann. Vielleicht Du im Elo  dawardochwas   zwinki !?  Kümmere mich mal um Weiterverbreitung !
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Adimin
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« Antworten #6 am: November 05, 2008, 13:43:32 »

 kiss gnuddel allesgut
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« Antworten #7 am: November 05, 2008, 18:48:35 »

 thankydog für das nette wellcomedog

Wenn ihr, insbesondere der Admin, nichts dagegen habt, würde ich diesen Aufruf gerne auch auf Hartzkritik.de einstellen.

Im Elo-Forum müsste ich mich auch erst anmelden.
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Adimin
Gast
« Antworten #8 am: November 05, 2008, 19:45:44 »

Im Gegenteil, der Adimin hat nichts dagegen, er freut sich über eine gute Verbreitung. daumen

Im Elo brauchst Du Dich nicht extra anmelden, da haben wir ,resp. ich noch einen Account.
Ich weiß nur noch nicht, ob es sich lohnt, da etwas eigenständiges einzustellen.  dawardochwas
Habe dort aber auch schon was in einem Thread stehen und bekomme vereinzelt Meldung.

UNd vielen Dank für die Verbreitung. flowers
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madame
Gast
« Antworten #9 am: November 06, 2008, 08:41:44 »

 pfeifen  Gugge mal Adimin !
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Adimin
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« Antworten #10 am: November 06, 2008, 10:02:46 »

 daumen flowers thumppup
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« Antworten #11 am: November 07, 2008, 18:09:14 »

Hallo ins Forum,

ich würde mich freuen, wenn zwischendurch ein kleiner Zwischenbericht erscheint und wenn die Aktion abgeschlossen ist bzw. der MdB genug Fälle vorliegen hat, wie überhaupt die Resonanz auf die Aktion ist.  thankydog

Schönes Wochenende allen
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Adimin
Gast
« Antworten #12 am: November 07, 2008, 23:21:37 »

Hallo lieber Hartzkritik!
Im Moment gebe ich die Fälle per Email direkt an das Büro dort weiter.
Bisher habe ich aber erst ein paar Fälle.
Dann werde ich grundsätzlich weiter auf Ergebnisse dringen. Ich bin da manchmal ziemlich hartnäckig, vor allem weil ich die Dame hier vor Ort öfter treffe. zwinki

Mittlerweile habe ich auch die Angelegenheit an eine MdL des Landtages in Schwerin geschickt. Mals sehen was von da kommt, da hier es auch gerne gemacht wird.

Ich halte bei Neuigkeiten automatisch auf dem Laufenden.
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Ragnaroek
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« Antworten #13 am: November 08, 2008, 11:04:25 »

Hallo,

mir ist das ganze noch nicht passiert, außer der Meinung dass ich, wenn ich nicht bettlägerig bin, ja weiterhin Bewerbungen schreiben kann (womit sie - wenn wir mal ganz ehrlich sind - nicht ganz unrecht haben...).

Aber was mich mal interessieren würde:

Nehmen wir mal an ich habe eine AU und muss trotzdem zu einem Termin, und ich habe auf dem Weg einen Unfall...bin ich überhaupt versichert? Und wenn ja, über wen?

Nur mal so ein Gedanke

Gruß

Ragna
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Adimin
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« Antworten #14 am: November 08, 2008, 11:19:47 »

Hallo Ragna!
Das ist eine gute Frage. Ich bin aber kein Versicherungsfachmann.
Könnte mir aber denken, das es da vielleicht Probleme geben könnte, vor allem, wenn der Unfall dann auch noch auf die Krankheitsbedingten Ausfälle zurück zuführen sein könnte.

Wobei ich mir dann folgende Aussagen vorstellen könnte:
Versicherung:
Selber Schuld, was gehen sie auch bei Krankschreibung aus dem Haus.

Arge:
Das müssen SIe doch selber einschätzen können. Wir zwingen doch niemanden.
 motz
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